Gewinnen Sie mit den Schwankungen am Devisenmarkt
"Mittlerweile
können auch Privatanleger am Devisenmarkt
hohe Gewinne erzielen"
(Dr. Detlef Rettinger, Chef-Redakteur Devisen-Trader)
Was
bewegt die Kurse von Währungen?
Im
Prinzip gibt es nur eine Möglichkeit
zur Erklärung von Devisenkursen, das
ist die des Zusammenspiels von Angebot und
Nachfrage. Diese beiden Kräfte entscheiden,
in welche Richtung sich der jeweilige Devisenkurs
bewegt.
Wer also Devisenkurse prognostizieren will,
der muss Vorhersagen über die Entwicklung
von Angebot und Nachfrage nach den jeweiligen
Währungen treffen. Dieser Hinweis – so
selbstverständlich er auch klingen mag
– ist deswegen so wichtig, weil vor allem
fundamentale Analysten sich immer fragen müssen,
ob der Theorie-Ansatz, den sie gerade verfolgen,
wirklich das aktuelle Zusammenspiel von Angebot
und Nachfrage erklärt.
Angebot
und Nachfrage
Als Beispiel
mag hier der Hinweis dienen, dass die jahrelangen
Handelsbilanzdefizite der USA
seit Mitte der 90er Jahre von vielen Analysten
als Grund dafür angeführt wurden,
dass der US-Dollar abwerten müsste. Denn:
Der Importüberschuss muss ja irgendwie
bezahlt werden, was dazu führt, dass
das Angebot von US-Dollar an den internationalen
Devisenmärkten ständig steigt. Doch
der US-Dollar wertete nicht ab, im Gegenteil.
Der Grund: Angebot und Nachfrage nach
US-Dollar wurden weniger von den Handelsströmen
bestimmt, als vielmehr von den Kapitalströmen.
Entscheidend für den Wechselkurs war
daher der ständige Zustrom von Anlagegeldern
aus dem Ausland in die USA.
Dadurch wurde das Defizit in der Handelsbilanz
mehr als wettgemacht. Erst als die Aktienmärkte
in den USA in den letzten Jahren einbrachen
und es für ausländische Anleger
zunehmend unattraktiv wurde, in den USA zu
investieren, sank die Nachfrage nach US-Dollar.
Und erst dann spielte auch das Handelsbilanzdefizit
für die Erklärung von Angebot und
Nachfrage nach US-Dollar wieder eine wichtige
Rolle. Dieses Beispiel zeigt, dass es nicht
genügt, eine einzelne fundamentale Erklärung
für den Wechselkurs heranzuziehen, man
muss immer verschiedene Ansätze im Blick
haben.
Der
Crossrate-Effekt
Daneben
ist es auch wichtig, auf die Cross-Rate-Effekte
zu achten. Steigt z.B. der Wechselkurs EUR/USD
an, d.h. der Euro wertet gegenüber dem
US-Dollar auf, und der Wechselkurs USD/JPY
bleibt gleichzeitig unverändert, dann
steigt auch der Wechselkurs EUR/JPY an. Das
heißt: Der Euro wertet gegenüber
dem Yen auf, obwohl sich im Verhältnis
beider Währungen direkt nichts geändert
hat. Einziger Grund für die Veränderung
ist der Cross-Rate-Effekt aus der Aufwertung
gegenüber dem US-Dollar.
Quelle: www.devisen-trader.de